Kennst du das Gefühl, wenn ein Ziel unerreichbar scheint?
Genau dieses Gefühl hatte ich, bevor ich wieder ins Abitur gestartet bin mit dem Ziel, einen Schnitt von 1,0 zu erzielen.

Drei Jahre extrem harter Arbeit lagen vor mir. Scheinbar unüberwindbare Hindernisse warteten zu diesem Zeitpunkt auf mich.
Dann ist mir eine wichtige Stelle aus einem meiner Lieblingsromane „Momo“ von Michael Ende wieder eingefallen.
Der alte Straßenkehrer Beppo verrät seiner Freundin Momo sein Geheimnis. Dieses lautet:

„Manchmal hat man eine sehr lange Straße vor sich. Man denkt, die ist so schrecklich lang; das kann man niemals schaffen, denkt man. Und dann fängt man an, sich zu eilen. Und man eilt sich immer mehr. Jedes Mal, wenn man aufblickt, sieht man, dass es gar nicht weniger wird, was noch vor einem liegt.

Und man strengt sich noch mehr an, man kriegt es mit der Angst zu tun und zum Schluss ist man ganz außer Puste und kann nicht mehr. Und die Straße liegt immer noch vor einem. So darf man es nicht machen. Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken, verstehst du?

Man muss immer nur an den nächsten Schritt denken, an den nächsten Atemzug, an den nächsten Besenstrich. Dann macht es Freude; das ist wichtig, dann macht man seine Sache gut. Und so soll es sein.

Auf einmal merkt man, dass man Schritt für Schritt die ganze Straße gemacht hat. Man hat gar nicht gemerkt wie, und man ist nicht außer Puste. Das ist wichtig.“

Denke nicht darüber nach, wie viel Zeit noch vor dir liegt, bist du dein Abitur hast. Lenke deinen Fokus auf den heutigen Schultag.
Konzentriere dich auf die kommende Unterrichtsstunde. Denke nur an die nächste Meldung, an die nächste Aufgabe, die du bearbeitest.

Blicke nur auf, um zu sehen, ob du noch auf dem Weg zu deinem Ziel bist.

Wenn du so lebst und arbeitest, wirst du nie wieder Zeitdruck verspüren. Jedes Ziel wird erreichbar für dich, denn du erkennst, dass auch die größten Ziele nur aus kleinen Schritten bestehen.

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